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Oscilla Macro ordnet die Marktphase täglich ein, getrennt für die USA und die Eurozone. Grundlage sind drei Achsen: Wachstum (u. a. Einkaufsmanager- und Stimmungsumfragen, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Industrieproduktion, Zinskurve), Inflation (Kerninflation, Erzeugerpreise, Preiserwartungen, Ölpreis) und Finanzierungsbedingungen (Financial Conditions Index der Chicago Fed, Stressindikator CISS der EZB, erwartungsbasierter Realzins, Kreditvergabestandards).
Aus der Richtung von Wachstum und Inflation ergibt sich das Regime, etwa Goldilocks, Überhitzung, Stagflation oder Abschwung. Jede Einordnung ist regelbasiert und wird begründet: Welche Indikatoren tragen sie, wie hoch ist die Konfidenz, steht ein Wechsel in Prüfung?
Jeder Indikator wird gegen seine eigene Historie normiert (z-Score, rollierendes 10-Jahres-Fenster) und mit den Daten gerechnet, die zum jeweiligen Zeitpunkt tatsächlich bekannt waren. Ein Phasenwechsel gilt erst, wenn die Schwelle drei Monate in Folge überschritten ist; das verhindert Hin- und Herspringen. Im Backtest seit 1976 (USA) bzw. 2003 (Eurozone) wurden alle Rezessionen erkannt, in den USA im Median zwölf Monate vor ihrem Beginn. Der Extremwert-Monitor meldet einzelne Indikatoren außerhalb des 5.–95. Perzentils, auch wenn das Gesamtbild unauffällig ist.
Daten: FRED (Federal Reserve Bank of St. Louis), Chicago Fed, Philadelphia Fed, Cleveland Fed, Bureau of Labor Statistics, Eurostat, Europäische Zentralbank, OECD. Aktualisierung werktags. Keine Anlageberatung.